Was ist Mobbing?

Mobbing am Arbeitsplatz ist eine konfliktbelastete Kommunikation unter Kollegen, oder zwischen Vorgesetzten und Untergebenen, bei der die angegriffene Person unterlegen ist. Diese Person wird von einer oder von mehreren Personen systematisch, oft und während längerer Zeit mit dem Ziel und/oder dem Effekt des Ausstoßes direkt oder indirekt angegriffen. Dieses wird als Diskriminierung erlebt (Leymann 1993; Kasper 1998).Treten Mobbingattacken wiederholt auf und erstrecken sich über einen längeren Zeitraum, dann kann von Mobbing oder Psychoterror am Arbeitsplatz gesprochen werden. Unter  Psychoterror versteht man andauernde und sich wiederholende zielgerichtete Angriffe, Provokationen, Belästigungen und Nötigungen zum Zweck der Verunsicherung oder Schädigung der seelischen, beziehungsweise geistigen Gesundheit des Opfers. Dabei umfasst Psychoterror ein weites Spektrum von Handlungen angefangen von subtilen Bemerkungen, belästigenden Scherzen über Beschimpfungen, Erniedrigungen, Verleumdungen, Diffamierungen oder Diskriminierungen, Verfolgungen, Nötigungen, Erpressungen bis zu Gewalt- und Todesandrohungen (Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Psychoterror).

Mobbing ist keine Krankheit - aber Mobbing macht krank. Der schwedische Arzt und Psychologe Heinz Leymann hat „Mobbing“ folgendermaßen definiert:„Der Begriff Mobbing beschreibt negative kommunikative Handlungen, die gegen eine Person gerichtet sind (von einer oder mehreren anderen), die über einen längeren Zeitraum hinaus vorkommen und damit die Beziehung zwischen Täter und Opfer kennzeichnen.“ Nach Leymann weisen fast alle Mobbingverläufe eine ähnliche Struktur auf. Somit kann der charakteristische Ablauf in fünf Phasen eingeteilt werden, welche die Opfer während des Mobbings durchleben müssen, sofern der Prozess nicht vorzeitig gestoppt wird.

Phasen des Mobbings nach Leymann*

1. Phase: Ein Konflikt wird nicht konstruktiv gelöst.
2. Phase: Es wird systematisch Psychoterror ausgeübt.
3. Phase: Die Personalleitung reagiert.
4. Phase: Hilfe von außen versagt.
5. Phase: Die/Der Gemobbte wird aus der betrieblichen Gemeinschaft ausgeschlossen.

Mobbing ist nicht neu, hat in den vergangenen Jahren allerdings deutlich zugenommen.

Mobbing ist ein Dauerthema in unserer Gesellschaft geworden.

Mobbing ist kein Einzelschicksal, sondern spiegelt die Alltagsrealität im Arbeitsleben wieder. Internationale Studien und eine Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin aus 2002 haben belegt, dass eine Vielzahl von Beschäftigten darunter leiden.

Mobbing verursacht erhebliche gesundheitliche Schäden bei den Betroffenen. Desweiteren entstehen hohe Kosten für die Solidargemeinschaft, der Betriebswirtschaft sowie der Volkswirtschaft.

Mobbing ist nicht nur ein Thema für die Führungsetagen und die sozialwissenschaftliche Forschung, sondern auch für den betrieblichen Arbeitsschutz.

Mobbing verlangt tatkräftiges Handeln - besonders von den Betroffenen.

Nach über 10 Jahren Erfahrung sind wir zu der Erkenntnis gekommen, dass das systematische "Fertigmachen" von Mitarbeitern in Betrieben und Behörden heute regelrecht gefahrlos und alltagstauglich für die Arbeitgeber geworden ist. Mobbing wird als Führungsinstrument und/oder preiswerte Trennungsmethode (Mobbingbetroffene landen oftmals in Frühverrentung oder in Sozialhilfe) eingesetzt.

*Leymann (Hg) Mobbing. Psychoterror am Arbeitsplatz und wie man sich dagegen wehren kann. Rowohlt, 1993

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